|
 |
 |
Der Wein des Monats
· Archiv · Verkostungsnotizen
|
Auf Österreichs
Alm entdeckt:
Internationaler Wein aus Bulgarien
Um Weine wirklich zu entdecken, muss man manchmal hoch hinaus.
Beispielsweise auf 1300 Meter Höhe, direkt auf die Angerer
Alm in Sankt Johann in Tirol. Schon von weitem leuchten die
rotkarierten Tischdecken auf der Terrasse, wenn man den engen,
steinigen Pfad Richtung Almgebäude herab wandert. Was
sich auf den ersten Blick als gastliches Haus für hungrige
Wanderer präsentiert, verwandelt sich allabendlich zu
einem rustikal-eleganten Ambiente für ausgezeichnete
kulinarische Erlebnisse. Die Küche hat noch
keine Hauben, die begehrte Auszeichnung in Österreich.
Nicht nur die Küche ist ein Erlebnis, auch der Weinkeller!
6000 Flaschen von über 400 Weingütern schlummern
im Felsenkeller. Wo früher Milch und Käse gelagert
wurden, ist heute ein Paradies für Weinfreunde eingerichtet.
|
 |
Der Gast kann sich die Flasche vor Ort selber aussuchen, auf
einem knallroten Sofa in der Kellermitte von der anstrengenden
Suche (wer die Wahl hat, hat die Qual) ausruhen oder gleich
eine Flasche entkorken. Kein Wunder, dass hier Überraschungen
warten: sowohl jüngeren Datums als auch Raritäten,
die schon im Keller des Zaren schlummerten.
Annemarie Foidl,
eine von Österreichs engagiertesten Sommelières
und Botschafterinnen des Weines hat dann auch das Menü
für den Spätsommer zusammengestellt. Ich selber
stelle Ihnen dazu einige Wein vor, die ich auf der Angerer
Alm auch verkosten konnte. Und auch der Weintipp wurde auf
der Alm probiert. Ein Wein aus Bulgarien. Wer hat danach
noch am Potenzial des Weinlandes Bulgarien Zweifel?
2000 uniqato melnik, Damianitza Winery
Ein Wein, hergestellt aus der autochthonen bulgarischen
Rebsorte Traube von Melnik, überzeugt mit
internationalem Charakter. Nach einer schonenden Verarbeitung
der Trauben und der Maische und einem achtmonatigen Ausbau
in französischen und bulgarischen Barriques, wird der
Wein ungefiltert abgefüllt, um alle Aromen zu erhalten.
Die Farbe ist rubinrot mit einem Hauch violetter Reflexe,
der Wein hat eine sehr gute Viskosität. Im Duft erinnern
die Aromen zuerst an dunkle Früchte wie Pflaumen, Brombeeren
und Holunderbeeren. Ergänzt werden die Fruchtaromen
durch eine feinwürzige Lakritznote und feine orientalische
Gewürznoten, die auf den Barrique-Ausbau verweisen.
Mit zunehmender Zeit im Glas entwickeln sich auch elegante
Röstaromen. Am Gaumen präsentiert sich der Wein
mit reifen Gerbstoffen, einer dezenten Säurestruktur
und intensiv fruchtig-würzigen Aromen im Abgang. Die
Länge ist sehr gut. Ein Wein, der jetzt schon Spaß
macht, sicherlich aber noch zwei bis drei Jahre im Keller
reifen kann.
Bezugsquelle:
Firma Wineserve
Ferdinand Mayr - Weinakademiker
Zypressengang 7
A-4048 Puchenau
Tel/Fax: +43 (732) 22 19 83
Mobile: +43 (0)676 72 76 605
office@wineserve.at
www.wineserve.at
Seitenanfang
|
|
|
| design
by |
 |
 |
|
|